Rückblick 2012

Winter

Zum dritten Mal rockte das Festival des Arcs en hiver die Bühne des Kulturlokals Merkker in Baden.  «Heissi Schissi», die Mundartversion von «AC/DC» mit starker FdA-Organisationskollektiv-Beteiligung, heizte mächtig ein; T-Shirts und BHs flogen in rauhen Mengen auf die Bühne, Publikum wie Band machten sich halb nackig. «Eodbeotöatli! Eodbeotöatli! Eodbeotöatli!» skandierte die Meute im Anschluss an eine Ansage ohne «Eo», um Herr Bitter auf die Bühne zu lotsen. «Welles Aoschloch hed aigentli di Aasag gmacht?» fragte wiederum dieser nach einem durch und durch gelungenen Konzert im Backstage.

Programm: Red Shamrock, Heissi Schissi, Herr Bitter, Del.Phi

 

Sommer

Im Jahr 2012 war Nachhaltigkeit der zentrale Begriff des Festivals. Ideen wurden gesammelt, wie man das Festival des Arcs ökologischer gestalten und ausrichten könnte: Bei den Besucher*innen wie auch innerhalb des Organisationskollektivs wurde auf Abfalltrennung hin sensibilisiert und angeleitet, bei der Belichtung wechselte man auf LED, die Bar stellte auf Bio-, Fairtrade- und regionale Produkte um. Das Küchenteam suchte nach Abnehmer*innen für übrig gebliebenes Essen, bot fleischlose Varianten an und setzte wo möglich auf biologische Produkte. Der Atomstrom wurde mit einem Antrag an die Stromgenossenschaft durch Ökostrom ersetzt, was auch auf den Plakaten vermerkt wurde («Strom ohne Atom»). Um die Anfahrt mit dem Velo zu fördern, wurden Velofahrer mit einem Getränkgutschein willkommen geheissen; ein Velovideo, ein GPS-Tracker und eine Gruppenhinfahrt sollten dazu animieren, in die Pedalen zu treten; ein gesicherter und beleuchteter Veloabstellplatz sowie eine Dusche sorgten für Komfort.

Von einem «Open Air mit Nachhall» schrieb die Aargauer Zeitung 2012, von einem «wilden und bunten Sammelsurium an innovativen Künstlerinnen und Künstlern»; und speziell auf «Venetus Flos» und «Kel Amrûn» bezogen: «Alleine die Verpflichtung dieser beiden Acts zeigt, dass die Verantwortlichen des Festivals ein feines Händchen für das Sahnehäubchen der Schweizer Untergrundszene haben. Kein Wunder, konnte sich das Festival des Arcs in den vergangenen Jahren bei Zuschauern aus der Region und der ganzen Schweiz beliebt machen und hat mittlerweile einen ansehnlichen Ruf unter den kleinen Open Airs. Es ist halt nicht die Kunst, die ein Open Air speziell macht. Sondern eine Kunst, ein spezielles Open Air auf die Beine zu stellen.»

Programm: Riddemption; Gutli; Catamaran; The Music Monkeys; Naturbreit; Illeist Collective; DJ Beatis & Basshead; Poesia al Taglio; Ausgezogen Geschichten aus der Schublade; Kindernachmittag; Tanzimpro; MS Ensemble Ehrendingen; Akwarium; Journey to Ouagadougou; Im Schilf; Kel Amrûn; Venetus Flos; Octanone; Olgas Bagasch; Moonshaped; DJ Dave Eleanor

 

Medienberichte

Aargauer Zeitung: Vom Dorfkonzert zum Open Air
Aargauer Zeitung: Das kleine Festival als grosse Kunst
Rundschau: Beliebtes Open Air
Botschaft: Gemütliches Open Air bei der Gipsgrube