Rückblick 2008

Die UEFA richtete eine Fussball-Europameisterschaft aus, «Public Viewings» schossen wie Pilze aus dem Boden, das Festival des Arcs deklarierte sich auf seinem Plakat als: «EM FREI!»

Mit «Cool Sound Machine» aus Milano trat erstmals eine Band auf, die aus dem Ausland anreiste. Nach wie vor legte das Booking-Team des Festival des Arcs Wert darauf, Auftrittsmöglichkeiten für Bands aus der Region zu ermöglichen. Am Kindernachmittag wurde eine Seilbahn errichtet, in welcher man mit vollem Karacho, durch Klettergurten, Verbindungsseile und Karabiner gesichert über eine Seilrolle an einem von Baum zu Baum gespannten Seil den Waldhang herunterrattern konnte – was bei den Kindern hervorragend ankam. Als die Erwachsenen die Bahn übernahmen, kam es am Ende der Seilbahn – aus einer Verkettung unglücklicher Umstände – zu einem Zusammenprall zwischen einem Seilbahnnutzer und einem Gast. Das Organisationskollektiv musste die Ambulanz rufen. Spätfolgen zog der Unfall für die Betroffenen keine nach sich. Dem Organisationskollektiv machte er jedoch zu schaffen. Eine Personenseilbahn wurde in der Folge keine mehr errichtet. Es sollte – zum Glück – der einzige gröbere Zwischenfall in der Geschichte des Festival des Arcs bleiben. Nichtsdestoweniger: Die Zusammenarbeit mit den äusserst kompetenten und empathischen Ehrendinger Samariter*innen wurde in der Folge ausgebaut und permanent fortgesetzt.

Vom Unfall abgesehen, war die Stimmung hervorragend. Der Publikumsandrang hielt wie in den Vorjahren kontinuierlich an, insbesondere, was die Zahl an übernachtenden Gästen anbelangte. Das Organisationskollektiv stellte fest: Allmählich wird es eng auf dem Zeltplatz. Im Vorfeld des Festivals entschloss das OK, dass Hunde künftig nicht mehr auf dem Festivalgelände willkommen seien. Dabei ging es einerseits darum, die deutlich empfindlicheren Gehörgänge der Hunde vor dem Lärmpegel der Festivalbühnen zu schützen und andererseits darum, den immer zahlreicher werdenden Kindern am Kindernachmittag einen sicheren Raum zu bieten. Die befürchteten Diskussionen mit unseren geliebten Gästen aus der Punkszene blieben allerdings aus; der bis heute geltende Entschluss stiess wider Erwarten auf breite Akzeptanz. Ein zweiter Beschluss sorgte eher für Diskussionen: Um die Besucher*innen dazu zu motivieren, ihr Auto zuhause zu lassen, begann das Festival eine symbolische Parkplatzgebühr von 5 CHF zu erheben.

Lukas Bertschi fasste die neunte Ausgabe des Festival des Arcs in der Aargauer Zeitung wie folgt zusammen: «Rund hundert Anfragen von Bands haben das [sic] Festival-Organisatoren bekommen. Die Auswahl der Bands, so Doppler, sei immer schwierig. Den Organisatoren ist es aber auch dieses Jahr wieder gelungen, ein abwechslungsreiches und hochstehendes Programm anzubieten. Die Stimmung am Festival war hervorragend. Beim Auftritt der Rockabilly Gruppe Clinton & the Cypresshillbillyfuckberryboysband im Chai-Zelt tobten die Zuschauer. Das ganze Zelt geriet in Bewegung zu den Klängen aus den 60er Jahren. […] Ein eventuell erwirtschafteter Überschuss fliesst vollständig in die nächstjährige Ausgabe des Festivals. ‹Wir machen es, weil es Freude macht›, so Doppler. Die Besucher bekamen keinen Grund, daran zu zweifeln.»

Programm: Ganges; Akwaba Dancers; Fisher Inc.; Bateau Ivre; Blue Lips Scorcher; DJ David Huber; 3m2; Kindernachmittag (Seilbahn, Spiele, Kinderbar); Siebdruckwerkstatt; Trionettli; Jermain; Les Trois Ruusch; The Rocky Delity’s; Estella; Space Note; Clinton and the Cypresshillbillyfuckberryboysband; Zisa; Los del Fuego (Feuershow); Cool Sound Machine; Copy & Paste; DJ Muck

 

Medienberichte

Rundschau: Open Air Festival des Arcs
AZ: Festival des Arcs kleines feines Musik Openair
AZ LIVE: Copy Paste Am Open Air Festival des Arcs
Aargauer Zeitung: Unkommerziell und einzigartig